Periradikulärtherapie

Die Periradikulärtherapie gehört zu den so genannten interventionellen Therapiemethoden.
Hierunter fasst man Wirbelsäulentherapien zusammen, die computertomographisch gesteuert oder unter Durchleuchtungskontrolle durchgeführt werden.

Schnittbilder des menschlichen Organismus

Mittels der Computertomographie werden Schnittbilder erstellt. Mit dem Einsatz dieses Verfahrens wurden neue Einsichten in den menschlichen Organismus möglich. Wie beim Brotschneiden werden viele parallele Abbildungs-Scheiben von wenigen Millimetern Dicke angefertigt.

Navigation in der Wirbelsäulenchirurgie

Die Computertomographie wird aufgrund der exakten Knochendarstellung auch zur Erstellung von 3D-Modellen verwendet. Mit Hilfe dieser Computermodelle können reale Modelle aus Kunststoff durch Datenübertragung auf Frässysteme hergestellt werden. Um die Information der dreidimensionalen Rekonstruktion auch intraoperativ, das heißt während einer Operation zu nutzen, ist die Überlagerung des virtuellen 3D-Modells mit der Realität notwendig, dies gelingt durch entsprechende Kalibrierung.

Die verwendeten Instrumente sind mit optoelektronischen Markern bestückt, die von einer Kamera im Raum verfolgt und somit auf das virtuelle Modell im Computer übertragen werden. Hierdurch gelingt es, die Information der Computertomographie unmittelbar auf die reale Situation zu übertragen. So werden eine exaktere Planung und höhere Präzision vor und während eines operativen Eingriffes möglich.

Ablauf einer Computertomographie

  • Kontrastmittelinjizierung, um die diagnostische Aussage zu erhöhen.
  • Der Patient wird auf einer speziellen Liege in die Abtasteinheit gefahren.
  • Röntgenstrahler und Detektor rotieren, gegenüberliegend auf einen Ring montiert, um den Patienten.
  • Der Patient sollte möglichst die Luft anhalten, um Unschärfen durch Atembewegungen zu vermeiden.
  • Parallele Scheiben (Dicke kann vorgegeben werden) werden angefertigt.
  • Bilder werden bei Befundung zusammengesetzt und ergeben einen dreidimensionalen überlagerungsfreien Eindruck der untersuchten Organe.

Ablauf der Behandlung

  • Auf einem Übersichtsbild des betroffenen Wirbelsäulenabschnitts wird die Höhe der Behandlungsebene festgelegt, auf diesem Schnittbild kann das zu behandelnde Wirbelgelenk oder die Nervenwurzel im Detail dargestellt werden.
  • Am Bildschirm wird der optimale Zugangsweg zum Behandlungsziel berechnet und die Oberflächendaten werden auf den Patienten übertragen.
  • Anschließend wird eine Spezialkanüle eingeführt und deren Lage kontrolliert. Die exakte Positionierung der Nadelspitze wird gegebenenfalls durch ein Kontrastmittel markiert, als letztes werden entweder die Medikamente gespritzt oder im Falle von Narbenbildungen im Spinalkanal werden diese durch Gabe von Kochsalzlösung aufgedehnt beziehungsweise gelöst.

zurück