Wissenswertes rund um die Orthopädie

Medizinisches Lexikon

In unserem Medizin-Lexikon finden Sie eine Vielzahl von Erklärungen zu medizinischen Problemen und orthopädischen Krankheitsbildern:

Neue Themenfelder im Medizin-Lexikon:

Arthroskopie  ,  Brustwirbelsäule ,  Bursitis trochanterica  ,  Coxarthrose  ,  Coxa Saltans  ,  Einlagenversorgung ,   Fuß und Sprunggelenke  ,  Fußdruckmessung  ,  Halswirbelsäule  ,  Hüftkopfnekrose  ,  Hyftdysplasie  ,  Karpaltunnelsyndrom (KTS, CTS)  ,  Kreuzbandplastik  ,  Lendenwirbelsäule  ,  Morbus Dupuytren  ,  Orthopädischer Schuh  ,  Osteopathie  ,  Ringbandstenose  ,  Rotatorenmanschettenruptur  ,  Tennisellenbogen  ,  Impingementsyndrom an der Schulter  ,  Wirbelsäule

Arthroskopie

Arthroskopie des Kniegelenks

Die Arthroskopie ist ein minimal invasiveös Verfahren unter den chirurgisch/orthopädischen Operationsmöglichkeiten. Anwendung findet es bei Erkrankungen der Menisken, des Knorpels und anderer Gelenkstrukturen.

Die Kniegelenksarthroskopie bezeichnet die Spiegelung des Kniegelenkes mit einer kleinen Kamera, die über ein Kabel mit einem Monitor verbunden ist ("Schlüssellochoperation"). Dieses Verfahren kann zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken genutzt werden.

Nachdem die Kameraoptik in das Kniegelenk eingebracht worden ist, können wir über einen Monitor in das innere des Kniegelenkes schauen. Um die Sicht optimal zu gestalten, wird das Gelenk mit einer sterilen Kochsalzlösung aufgefüllt. Weitere Inzisionen können geschaffen werden, um zusätzliches Instrumentarium in das Kniegelenk einbringen zu können, mit dem dann Verletzungen im Gelenk sofort beseitigt werden können.


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Brustwirbelsäule

Die Brustwirbelsäule ist Bestandteil der Wirbelsäule und bildet mit ihren 12 Wirbelkörpern das so genannte Rückrat, die den mittleren Teil der Wirbelsäule ausmachen und mit den Rippen sowie dem Brustbein, den Brustkorb bilden.
Natürlicherweise hat die Brustwirbelsäule von der Seite betrachtet eine geringe Krümmung. Der Bewegungsumfang der Brustwirbelsäule ist gering und die bedeutsamste Funktion besteht in der Drehung des Rumpfes. Drehbewegungen des Rumpfes werden fast ausnahmslos in der unteren Brustwirbelsäule vollzogen.
Es gibt eine Vielzahl von BWS - Erkrankungen, die diese Beweglichkeit einschränken und somit die Lebensqualität stark beeinflussen kann.

Brustwirbelsäulenerkrankungen sind durch Unfälle oder Verschleißerscheinungen verursacht.

Krankheitsbilder

  • Degenerative Veränderungen z.b. Bandscheibenschäden
  • Missbildungen z.b. angeborene Schäden der BWS
  • Entzündliche Erkrankungen z.b. durch Rheuma
  • Generalisierte Skeletterkrankungen z.B. Osteoporose
  • Traumen z.b. Frakturen

Bandscheibenvorfälle können aus dem Rückenmark entspringende Nervenwurzeln in Ihrer Funktion beeinträchtigen und zu schmerzhaften Missempfindungen mit Sensibilitätsstörungen (Taubheitsgefühl) bis hin zu Lähmungen führen.

Häufige Symptome

  • Schmerzhafte Verspannungen der Muskulatur
  • Schmerzen zwischen den Schulterblättern
  • Einschränkung der Beweglichkeit
  • lokale Schmerzen in der Mitte des Rückens beim Atmen, Lachen, Husten oder Niesen

Die Behandlung der Brustwirbelsäulenerkrankungen findet unter Zugrundelegung modernster bildgebender Verfahren in Kooperation mit Neurologen, Radiologen und Physiotherapeuten statt.
Die Periradikulärtherapie der Nervenwurzel oder die Facettenkoagulation der Wirbelgelenke ermöglicht es uns in den meisten der behandelten Fälle eine drohende Operation zu vermeiden.
Bei muskulären Störungen der Brustwirbelsäule setzen wir mit großem Erfolg die Akupunktur und Naturheilverfahren ein. Denn: Die richtige Indikation zur Operation zu stellen ist unabdingbare Voraussetzung für deren Erfolg.


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Bursitis trochanterica

Schmerzen an der Außenseite des Hüftgelenkes können auf eine Schleimbeutelentzündung, die Bursitis trocanterica hinweisen. Die Diagnose erfolgt durch die körperliche Untersuchung und das Ultraschall, selten ist eine Kernspintomographie notwendig. Die Therapie beinhaltet neben lokalen entzündungshemmenden Maßnahmen auch Injektionen.


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Coxarthrose

Die Coxarthrose bezeichnet einen Hüftgelenksverschleiß unterschiedlicher Ursache (Ätiologie). Die Knorpelschicht der hochbelasteten Hüftgelenke wird dünner, dies äußert sich im Röntgenbild als schmaler Gelenkspalt. Ursachen können sein anlagebedingte Verformungen des Hüftkopfes und der Pfanne, Entzündungen, Verletzungen und Überbelastungen. Die Überbelastungen sind oft durch Übergewicht bedingt.

Der Ersatz des Hüftgelenkes durch eine Prothese ist ein heute standardisiertes und häufig durchgeführtes Operationsverfahren. Konservative Behandlungsmethoden stehen bei gering ausgeprägten Coxarthrosen im Vordergrund. Auch ist eine begleitende krankengymnastische Behandlung (Phyiotherapie) von entscheidender Bedeutung, um einem Fortschreiten der Verschleißerkrankung vorzubeugen.

Hoffnungsvoll erscheint die Mc-Minn Prothese, die vor allem bei jüngeren Patienten zum Einsatz kommt. Hier wird weitgehend knochenerhaltend operiert und somit möglichst viel der körpereigenen Substanz bewahrt.


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Coxa saltans

Ein Schnapp-Phänomen der Hüfte kann auf eine sogenannte Coxa saltans hinweisen. Dabei reibt ein breiter Sehnenstreifen an der Außenseite des Hüfgelenkes über den großen Rollhügel (Trochanter major). Häufig sind Sportler, insbesondere Langstreckenläufer betroffen. Therpeutisch sind Dehnübungen hilfreich, aber auch die Beinlänge und Beckenposition müssen kontrolliert und ggf ausgeglichen werden. Selten sind Injektionen notwendig.


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Einlagenversorgung

Nach eingehender Untersuchung und ggf. zusätzlicher Fußruckmessung erfolgt bei Bedarf eine individuelle Empfehlung von Einlagen, speziell nach Ihren Bedürfnissen. Vom Hochleistungssportler bis zum Diabetiker werden wir sie über die aktuelle Produktpalette beraten. Nach der individuellen Verordnung erfolgt die Anfertigung durch den Orthopädischen Schuhmachermeister.


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Fuß und Sprunggelenke

Erkrankungen der Füße sind ein häufiges Krankheitsbild im MVZ für Orthopädie. Unter einer Fußdeformität unterscheidet man Abweichungen von der idealen Fußform. Jeder Fuß ist verschiedenen und es ist schwer eine ideale Fußform festzulegen. Kleine Deformitäten sind weit verbreitet und bereiten in der Regel keine Probleme.

 

Man unterscheidet folgende Fußdeformitäten

  • Ballenhochfuß
  • Hackenfuß
  • Hängefuß
  • Hohlfuß
  • Klumpfuß
  • Knickfuß
  • Plattfuß
  • Senkfuß
  • Sichelfuß
  • Spitzfuß
  • Spreizfuß

Am Beispiel des angeborenen Klumpfußes läßt sich die Vielschichtigkeit einer einzelnen Fußdeformität in Untersuchung, Diagnose und Behandlung aufzeigen. Der angeborene Klumpfuß hat, seitdem er behandelt und erforscht wird, unzählige Kontroversen ausgelöst. Es ist nicht klar, warum er entsteht, und es ist umstritten, wie er sich entwickelt und am besten behandelt wird. Die Therapiemethoden schwanken periodisch zwischen extrem konservativem Vorgehen, das ein langwieriges Behandlungsschema erfordert, und aufwendigen operativen Methoden, die bestechende Frühergebnisse zeigen, sich jedoch oft nicht halten lassen.

Über eine computerunterstützte Fußdruckmessung kann im Einzelfall auch eine Fehlbelastung des Fußes beim Gang aufgespürt werden. Sofern eine Einlagenversorgung stattfinden muss, können individuelle Anforderungen berücksichtigt werden (Einlagen für Kinder, für Sportler, für Diabetiker oder in Arbeitsschuhen). Bei Modeschuhen oder Schuhen mit höheren Absätzen ist es häufig sinnvoller, kleine Veränderungen an der Sohle vorzunehmen. Bei stärkeren Verformungen des Fußes etwa infolge von Unfällen, Verschleiß oder Infektionen kann auch die individuelle Anfertigung eines orthopädischen Schuhs zur Schmerzlinderung beitragen.

Sollte trotz der oben genannten Maßnahmen kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden können, sind operative Maßnahmen zu diskutieren.


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Fußdruckmessung

Im Rahmen unserer Fußsprechstunde ermöglichen wir Sportlern und Nicht-Sportlern eine völlig neuartige Analyse des Abrollvorganges. Eine in das Laufband integrierte Fußdruckmessplatte incl. synchronisierter Videoanalyse zeichnet eine dynamische Messung der persönlichen Kraft- und Druckverteilung beim Gehen und Laufen auf.
Daraufhin kann eine individuelle Beratung und Versorgung mit Einlagen und Spezialschuhen durchgeführt werden.


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Hüftkopfnekrose

Eine Durchblutungsstörung des Hüftkopfes äußert sich gelegentlich in einer sogenannten Hüftkopfnekrose. Der Hüftkopf wird instabil und porös. Wichtig ist eine frühe Diagnose, um den ansonsten notwendigen Gelenkersatz zu vermeiden. Diese gelingt durch normale Röntgenbilder oder eine Kernspintomographie. In frühen Stadien sind operative und nicht operative durchblutungsfördernde Maßnahmen hilfreich.


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Hyftdysplasie

Bei einer Hüftdysplasie handelt es sich um eine kindliche Reifungsstörung mit Störung der Pfannendachverknöcherung. In der weiteren Entwicklung kann der Hüftkopf aus der Pfanne auskugeln und sich eine Hüftluxation entwickeln.
Eine Hüftdysplasie ist ein Hochrisikofaktor für die Entwicklung einer Hüftarthrose (Coxarthrose). Durch das fehlende Pfannendach (Erker) wird die Gewichtsübertragung vom Oberschenkel (Femur) auf das Becken durch fehlende Kongruenz der Gelenkpartner ungünstig.


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Karpaltunnelsyndrom (KTS, CTS)

Ameisenlaufen im Fingerbereich

Das Karpaltunnelsyndrom ist häufig. Die PatientInnen klagen über Kribbeln der ersten drei Finger und vor allem die Nachtruhe störendes Taubheitsgefühl.

Ursache hierfür ist eine druckbedingte Störung des Mittelnerven, der sich beugeseitig in die Hohlhand erstreckt. Ein über dem Nerven liegendes, derbes, quer zum Nerven verlaufendes Band stellt die Ursache dieses Problems dar. Die klinische Untersuchung ist in den meisten Fällen eindeutig. Aber es ist sehr wichtig, dass eine fachneurologische Untersuchung den Mittelnerven als Übeltäter entlarvt. Auch sollten Stoffwechselerkrankungen und eine Schwangerschaft ausgeschlossen sein. Nach Diagnosesicherung ergibt sich die Indikation zur konservativen oder operativen Behandlung. Leichtere Karpaltunnelsyndrome können erfolgreich durch eine nächtlich zu tragende Unterarmschiene behandelt werden, stärker ausgeprägte bedürfen einer operativen Therapie. Hier wird über einen kleinen Schnitt das störende Band durchtrennt und dem Nerven wieder ausreichend Raum geschaffen. Das nächtlich empfundene Kribbeln ist nach der Operation sofort verschwunden, das Taubheitsgefühl der ersten drei Finger benötigt etwas länger zur vollständigen Rückbildung.

In den meisten Fällen kann die operative Therapie ambulant durchgeführt werden.

Das Medizinische Versorgungszentrum für Orthopädie führt die operative Therapie im Ambulanten OP-Zentrum durch.


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Kreuzbandplastik

Die Kreuzbänder sind die wichtigsten Stabilisatoren des Kniegelenkes. Verletzungen treten meist bei Risikosportarten wie Fußball und Skifahren auf. Vor einiger Zeit bedeutete eine Kreuzbandverletzung oft das Karriereende des meist jungen Sportlers.

Heutzutage greifen wir auf hochspezialisierte und standardisierte Operationsverfahren zurück, ohne das Knie wesentlich zu traumatisieren. Das optimale Operationsverfahren, gepaart mit einer strukturierten Rehabilitation Hand in Hand mit dem Operateur, führen zu einer raschen Wiederaufnahme der sportlichen Aktivität.

Wir bedienen uns unserer Erfahrungen aus dem Leistungssport und ermöglichen auch dem Breitensportler eine erstklassige Versorgung.
Technisch wird das verletzte Kreuzband im Rahmen eines ambulanten Eingriffes durch körpereigene Sehnen (i.d.R. Semitendinosus- und Gracilis-Sehne) ersetzt. Wir werden im Rahmen des Vorgespräches individuell auf Ihre sportlichen oder beruflichen Rahmenbedingungen eingehen.


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Lendenwirbelsäule

Die Lendenwirbelsäule bildet den unteren Abschnitt der Wirbelsäule und besteht aus 5 Lendenwirbeln. Sie stellt die Basis des Rumpfes dar. Die LWS wird durch den aufrechten Gang und täglichen Aktivitäten hoch belastet. Durch diese Belastungen kommt es häufig zu schmerzhaften Reizzuständen, der Oberbegriff "Kreuzschmerz" mag dazu dienen, vom banalen Schmerzsyndrom bis zum Bandscheibenschaden mit neurologischen Ausfällen eine große Palette von Krankheitsbildern zusammenzufassen. Form und Aussehen der LWS unterliegen beim Menschen einer großen Variabilität.

Lendenwirbelsäulenerkrankungen sind durch Unfälle oder Verschleißerscheinungen verursacht.

Bandscheibenvorfälle können aus dem Rückenmark entspringende Nervenwurzeln in Ihrer Funktion beeinträchtigen und zu schmerzhaften Mißempfindungen mit Sensibilitätsstörungen (Taubheitsgefühl) bis hin zu Lähmungen führen.

Häufige Symptome

  • Ein scharfer ins Bein ziehender Rückenschmerz der häufig bis in den Fuß einstrahlt
  • Schmerzverstärkung durch Niesen , Husten oder Pressen
  • Missempfindungen wie z.B. Kribbeln
  • Lähmungen oder ein Kraftverlust bestimmter Muskelgruppen
  • Verlust der Kontrolle für Wasserlassen oder Stuhlgang

Die Behandlung der Lendenwirbelsäulenerkrankungen findet unter Zugrundelegung modernster bildgebender Verfahren in Kooperation mit Neurologen, Radiologen und Physiotherapeuten statt.

Die Periradikulärtherapie der Nervenwurzel oder die Facettenkoagulation der Wirbelgelenke ermöglicht es uns in den meisten der behandelten Fälle eine drohende Operation zu vermeiden.
Bei muskulären Störungen der Lendenwirbelsäule setzen wir mit großem Erfolg die Akupunktur und Naturheilverfahren ein. Denn: Die richtige Indikation zur Operation zu stellen ist unabdingbare Voraussetzung für deren Erfolg.


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Morbus Dupuytren

Der Morbus Dupuytren ist eine krankhafte Veränderung an der Handinnenfläche, bei der ein- oder beidseitig rund um die Fingersehnen das Bindegewebe wächst. Dadurch können die Finger nicht mehr frei gestreckt werden, da die Wucherungen die Bewegung blockieren. Dies ist zunächst nur als Verhärtung in der Handinnenfläche spürbar, nach Monaten oder Jahren wird es durch die Bewegungseinschränkung auch sichtbar.


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Orthopädischer Schuh

Sollten Einlagen oder Zurichtungen am Konfektionsschuh nicht ausreichen, ist ein ortopädischer Schuh nach Maßanfertigung notwendig.
Wir sind Ihnen bei Fragen bezüglich der Kostenübernahme durch die Krankenkassen gerne behilflich.

Weiteren Informationen


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Osteopathie

Heilen ohne Medikamente und Instrumente

- das versucht die Osteopathie. Die ganzheitliche Heilmethode geht davon aus, dass sich Gesundheit durch Bewegungen unseres Körpers zeigt. Sind diese eingeschränkt, kommt es zu Blockaden und im schlimmsten Fall zum Ausbruch einer Krankheit. In den USA, Großbritannien und Frankreich wird die Osteopathie schon seit langem erfolgreich angewendet.


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Ringbandstenose

"Springender Finger"

Das Phänomen des "springenden Fingers" oder auch "Schnappfinger" ist eine häufige Bewegungsstörung an der Hand. Sie läßt sich zurückführen auf eine Einengung des sog. Ringbandes der Beugesehnen der Hand. Es handelt sich hierbei um ein Größenmißverhältnis zwischen dem auf Höhe der beugeseitigen Mittelhandköpfe gelegenen Ringband und der darin verlaufenden Beugesehnen. Die Beugesehnen können nicht störungsfrei durch das Ringband gleiten und springen durch dieses hindurch. Hierdurch ist die Greifbewegung der Hand eingeschränkt. Die Verengung des Ringbandes ist diesbezüglich als ursächlich anzusehen. Durch eine kleine operative Maßnahme läßt sich die Bewegungsstörung rasch beheben. Über einen queren Schnitt wird das Ringband dargestellt und anschließend längs eröffnet. Die Sehnen können sofort ungestört durch das Ringband gleiten, die Führung durch das Band bleibt unbeeinträchtigt.

Der Eingriff kann in den meisten Fällen ambulant durchgeführt werden. Auch ist keine Vollnarkose erforderlich, die Operation wird in einer Teilnarkose des Armes durchgeführt.


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Rotatorenmanschettenruptur

Die Rotatorenmanschette bezeichnet eine Gruppe von vier Muskeln, die wie eine Kappe das Schultergelenk umfassen. Bei Stürzen auf die Schulter oder den ausgestreckten Arm besteht die Möglichkeit sich diese Manschette zu verletzen.

Ab dem 40. Lebensjahr findet sich eine zunehmend degenerative, also verschleißbedingte Veränderung dieser Muskelgruppe. Oberflächliche Risse können spontan auftreten und nach eher harmlosen Stürzen besteht eine größere Gefahr der tiefgreifenden Verletzung dieser Muskeln, als im Vergleich zu jungen Menschen.

Eine sorgfältige klinische Untersuchung ist wegweisend und kann durch moderne bildgebende Verfahren, wie z.B. die Kernspinresonanztomographie bei uns, ergänzt werden.

Therapeutische Verfahren umfassen konservative und operative Therapien. Beim jungen Menschen steht das Bestreben der anatomischen Rekonstruktion des Muskelmantels im Vordergrund, bei älteren Menschen kann eine sorgfältig strukturierte konservative Therapie gute Erfolge bringen.

Die operativen Therapien umfasse minimal-invasive Verfahren ("Schlüsselllochoperation") wie die Schultergelenksarthroskopie neben offen rekonstruktiven Eingriffen.


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Tennisellenbogen

Ellenbogen

Epicondylitis radialis humeri (Tennisellenbogen)

Der Tennisellenbogen beschreibt die chronische Überbelastung der Unterarmstreckmuskulatur durch Überbeanspruchung im Beruf, oder auch Sport (z.B. Tennis) Dadurch kann eine Sehnenansatzentzündung hervorgerufen werden, es entsteht der so genannte Tennisarm. Als Hauptsymptom besteht ein allgemeiner Druck auf den Nervus radialis. Typische Schmerzen finden sich an der Außenseite des Ellenbogens und können auch ins Handgelenk ausstrahlen. Der Tennisellenbogen sollte zunächst immer konservativ, d.h. medikamentös und/oder mittels Krankengymnastik behandelt werden. Die medikamentöse Therapie kann durch Gabe von Tabletten in gleichem Masse wie die lokale Spritzenbehandlung oder auch durch Salben erfolgen. In besonders hartnäckigen Fällen ist diese Therapie wirkungslos und wir werden dann mit Ihnen gemeinsam die operative Therapie diskutieren.
Zunächst setzt der Operateur einen wenige cm großen Längsschnitt oberhalb des Ellenbogenknochens. Schmerzleitende Fasern werden durchtrennt und ein weiterer Schnitt wird zwischen den Unterarmstreckern gesetzt. Schließlich werden die Sehnenansätze am äußeren Ellenbogenknochen durchtrennt, sodass die Spannung in diesem Bereich entlastet wird.
In den meisten Fällen kann die operative Therapie ambulant durchgeführt werden. Das Medizinische Versorgungszentrum für Orthopädie führt die operative Therapie im Ambulanten OP-Zentrum durch.


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Impingementsyndrom an der Schulter

Impingementsyndrom

Das Impingementsyndrom bezeichnet eine schmerzhafte Veränderung der Schulter. Das Abspreizen des Armes ist erschwert und gelegentlich schmerzbedingt nicht durchführbar. Die häufigste Ursache ist eine Verengung des unter dem Schulterdach gelegenen Raumes.
Oft geht das Impingement-Syndrom mit Schleimbeutelentzündungen einher. Auch Risse der Muskulatur der Schulter (Rotatorenmanschettenruptur) können die Beweglichkeit der Schulter nachhaltig stören und sind nicht selten mit einem Impingement Syndrom vergesellschaftet.

Diese Erkrankung entwickelt sich über viele Jahre unaufhaltsam nach Überlastung, z.B. durch Sport, durch Hausarbeit, durch berufliche Tätigkeit etc. Erste Symptome können intensive Stiche in der Schulter sein, die bei bestimmten Bewegungen aber auch in Ruhephasen und deshalb häufig nachts auftreten. Leider werden diese Symptome von den meisten Betroffenen solange ignoriert bis die Schmerzen kaum noch zu ertragen sind. Die Therapie hängt also vom Schweregrad der Erkrankung ab und kann in den meisten Fällen mit einer Spritzentherapie in Verbindung mit Physiotherapie, Medikamenten und Ruhigstellung der Schulter konservativ behandelt werden. Operative Maßnahmen erfolgen erst dann wenn die konservative Behandlung keinen Erfolg zeigt. Bei der Schulterarthroskopie werden über 2-3 Millimeter große Hautschnitte spezielle Instrumente in das Schultergelenk eingeführt und mittels einer kleinen Optik kann das Schultergelenk dann eingesehen und beurteilt werden. Der häufig entzündlich veränderte Schleimbeutel wird entfernt und es erfolgt eine Erweiterung des Schulterdaches auf ein ideales Platzangebot, so dass die Sehnen wieder frei gleiten können. Bereits in der ersten Woche bildet sich ein Regenerat des Schleimbeutels der seiner Funktion vollständig nachkommt. In den meisten Fällen kann die operative Therapie ambulant durchgeführt werden.
Das Medizinische Versorgungszentrum für Orthopädie führt die operative Therapie im Ambulanten OP-Zentrum durch.


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Wirbelsäule

Krankheiten der Wirbelsäule stellen einen Schwerpunkt im Angebot des MVZ für Orthopädie dar. Im Rahmen der Diagnostik muß sauber getrennt werden, ob es sich um ein strukturelles oder funktionelles Problem handelt. Strukturelle Erkrankungen wie Bandscheibenvorfälle oder Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke werden häufig durch spezielle Schmerztherapieverfahren gelindert. Funktionelle Störungen werden in erster Linie physiotherapeutisch, chirotherapeutisch oder chiropraktisch behandelt. Wir stellen ihnen ein individuelles Behandlungskonzept auf dem Boden modernster schmerztherapeutischer Methoden zusammen.


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Halswirbelsäule

Die Halswirbelsäule bezeichnet die sieben Wirbel zwischen Kopf und Brustwirbelsäule beim Menschen und ist der Wirbelsäulenabschnitt mit der größten Bewegungsfreiheit.
Halswirbelsäulenerkrankungen sind durch Unfälle oder Verschleißerscheinungen verursacht.
Bandscheibenvorfälle können aus dem Rückenmark entspringende Nervenwurzeln in Ihrer Funktion beeinträchtigen und zu schmerzhaften Mißempfindungen mit Sensibilitätsstörungen (Taubheitsgefühl) bis hin zu Lähmungen führen.

Häufige Symptome

  • Schwindel
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Mißempfindungen in den Armen
  • Taubheitsgefühle
  • Lähmungen
  • Benommenheit
  • Gangunsicherheiten
  • Muskelfunktionsstörungen

Die Behandlung der Halswirbelsäulenerkrankungen findet unter Zugrundelegung modernster bildgebender Verfahren in Kooperation mit Neurologen, Radiologen und Physiotherapeuten statt.
Die Periradikulärtherapie der Nervenwurzel oder die Facettenkoagulation der Wirbelgelenke ermöglicht es uns in den meisten der behandelten Fälle eine drohende Operation zu vermeiden.
Bei Spannungskopfschmerzen oder muskulären Störungen der Halswirbelsäule setzen wir mit großem Erfolg die Akupunktur und Naturheilverfahren ein. Denn: Die richtige Indikation zur Operation zu stellen ist unabdingbare Voraussetzung für deren Erfolg.


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